Portrait von Simone Wasmann Portrait von Simone Wasmann

Simone Wasmann

Simone ist von Bord gegangen.

Harley-Davidson auf dem digitalen Highway

Marketingexperte Grégory Argenton über den Start der Facebook-Community für Harley-Davidson.

Dieses Jahr feiert Harley-Davidson einen runden Geburtstag. Der traditionsreiche Brand wird 110 Jahre alt. Das Jubiläum war für den Schweizer Ableger von Harley-Davidson ein guter Grund, auf den digitalen Highway abzubiegen und auf Facebook Strassenpräsenz zu markieren. Mit 35‘000 eingelösten Motorrädern ist Harley-Davidson Marktführer in der Schweiz (Quelle: BfS). Je länger je mehr fahren auch Frauen.

Viele Fans fahren selbst aber (noch) keine Maschine. Darunter ist auch Grégory Argenton, Digital Marketing Manager von Harley-Davidson Schweiz. Wie er im Gespräch mit Feinheit erzählt, will er dies nächste Saison ändern. «Unsere Teamausflüge machen wir jeweils mit den Bikes und da will ich nicht immer mit dem Auto hinterher.»

FEINHEIT: Harley-Davidson hat in den USA bereits 4.4 Millionen Fans auf Facebook. Hat eine Schweizer Seite da überhaupt eine Chance?

Grégory Argenton: Klar braucht es ein ausgefeiltes Social Media-Konzept. Schweizer Fans erwarten auf Facebook einen klaren Mehrwert. Gemeinsam mit Feinheit haben wir ein Konzept entwickelt, dass den Fokus auf lokale Themen und News legt, die alle drei Sprachregionen berücksichtigen. Geplant ist auch, im zwei Wochen Rhythmus einen Händler und sein Team vorzustellen.

Weshalb gibt es «nur» einen Facebook-Kanal?

Facebook ist heute ein «must», will man den direkten Kontakt zu seinen Fans aufrecht erhalten. In den USA nutzt Harley-Davidson auch Twitter als Newsticker. In der Schweiz ist meiner Meinung nach die Reichweite von Tweets im Moment zu gering. Wir sind auch auf Youtube präsent, da wir für Harley-Liebhaber viel Videomaterial zu bieten haben.

Wieviel Zeit und Ressourcen investieren Sie täglich für Facebook?

Etwa eine Stunde. Ich koordiniere unseren Auftritt, bereite das Bild-Material vor und schaue, was in den anderen Ländern passiert. Selbstverständlich beantworte ich auch Fragen unserer Fans. Das Monitoring und Posting übernimmt Feinheit, längere Texte liefert unsere PR Agentur.

Wie intensiv ist der Kontakt zu den Fans?

Der Interaktions-Level ist noch bescheiden. Aber wir gehen die Sache bewusst langsam an. Die grösste Diskussion entstand, als der Sänger «Kid Rock» für den 110-Jahres Event in Milwaukee zusagte. Die Fans spekulierten sofort, wer beim zweiten Event in Rom auf der Bühne stehen wird. Likes erhalten wir vor allem für Fotos. Sehr beliebt sind auch unsere Posts über die Geschichte von Harley-Davidson.

Was war die grösste Herausforderung für den Social Media-Einstieg?

Wir kannten dank unserer Homepage und unserem Newsletter die Erwartungen unserer Fans ziemlich gut. Am schwierigsten war der Start am Nullpunkt. Für den Sprung ins kalte Wasser braucht es einen guten Partner.

Was für Ziele hat sich Harley-Davidson gesteckt?

In zwei Jahren peilen wir 25‘000 Fans an. Unser erstes Etappenziel waren 1000 Likes bis Ende 2012. Das haben wir erreicht, ohne viel Budget in Facebook-Ads zu investieren. Mich interessieren aber nicht nur Zahlen. Harley Davidson ist auch ein Lifestyle. Ich will mit Facebook näher bei unseren Fans sein und sie im Alltag abholen.

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