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Carmen Schoder

Carmen mag grosse Ideen und pragmatische Lösungen, die sie Schritt um Schritt zum fliegen bringt. Ihre Erfahrungen auf Kundenseite schärften ihren Blick für die Bedürfnisse und Herausforderungen von KMU, womit sie die Basis legt für erfolgreiche Kommunikationskonzepte. Eine solide Basis schafft sie auch in ihrer Musik und führt als Bassistin lauschende Ohren taktsicher bis zur letzten Note.

Drei Ratschläge zur Digitalisierung der Kommunikation in Ihrem KMU

So erleichtert eine digitale Kommunikationsstrategie, Automation und Testing Ihre Arbeit im KMU. Drei handliche Checklisten.

Es ist keine Neuigkeit, dass digitale Technologien beinahe sämtliche Bereiche unseres Lebens durchdringen und umwälzen. Wir sind es uns bereits gewohnt, Rechnungen mit dem Handy zu bezahlen, Arbeitsgruppen mit Apps wie Whatsapp oder Slack zu koordinieren und online sowohl Käse als auch Kleider einzukaufen.

Für Unternehmen bedeutet das: Der Wettbewerb ist digital - oder er findet ohne sie statt. Bereits am World Economic Forum 2015 sagte Google Chairman Eric Schmidt: “The internet will disappear”, das Internet werde verschwinden. Damit meinte er natürlich nicht, dass wir wieder ins analoge Zeitalter zurückwandern. Im Gegenteil: Das Internet wird zu einem inhärenten Teil unserer Existenz. Wir denken nicht mehr in Kategorien wie online oder offline, sondern merken gar nicht mehr aktiv, dass unsere Kleidung, unsere Wohnung, unsere Handlungen oder Einkäufe vernetzt sind und selbstständig kommunizieren.

Alles kalter Kaffee, werden Sie jetzt sagen, und liegen damit richtig: Die Erkenntnis, dass wir uns mitten in einer digitalen Transformation befinden, ist so alt wie Ihr Newsstream von heute Morgen.

Aus unternehmerischer Perspektive ist diese Erkenntnis aber (über)lebenswichtig. Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle und deren Kommunikation einem digitalen Check-up unterziehen und prüfen, wie diese auf einem digitalisierten Markt bestehen können. Jedoch scheint dieses Check-up für Unternehmen, deren Kerngeschäft nur schwach technologiegetrieben ist, besonders schwierig.

Drei Ratschläge und ein Referat für Ihre Kommunikation

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, wissen Sie die Dringlichkeit der Thematik offenbar richtig einzuschätzen und wollen jetzt endlich mehr spezifische Informationen zur digitalen Transformation in der Kommunikation bekommen. Ich möchte Ihnen drei Ratschläge mitgeben, mit denen Sie noch heute beginnen können, um Ihre Kommunikation im KMU langfristig für eine digitalisierte Marktumgebung fit zu machen.

#1: Massnahmen folgen Strategie folgt Vision

Ohne einen strategischen Vorbau ist Kommunikation ziellos, inkonsistent und wirkungslos. Mal da ein Inserat und mal dort eine Logo-Platzierung - ich kann Ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit versprechen, dass dieses Geld besser in einen Teamanlass investiert wäre. Es lohnt sich, Aufwand in eine kohärente Kommunikationsstrategie zu investieren, denn Kommunikation ist nie Selbstzweck. Sie erfüllt konkrete Aufgaben und verfolgt ganz bestimmte Ziele. Gerade in KMU sind die Ressourcen häufig knapp, sowohl auf personeller als auch finanzieller Ebene. Langfristig betrachtet ist ein Initialaufwand also nötig, um diese Ressourcen in Zukunft effizient, ziel- und zweckgerichtet einsetzen zu können. Denn: Eine Behandlung ohne Diagnose ist ein riskanter Blindflug.

Mini-Checkliste #1

  • Gibt es in Ihrem Unternehmen ein Papier zur Unternehmensstrategie?
  • Gibt es in Ihrem Unternehmen ein Kommunikationskonzept?
  • Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Umsetzungsplan?

Falls Sie diese Fragen mit Nein beantworten: Traktandieren Sie das Thema in der nächsten Geschäftsleitungssitzung und definieren Sie das weitere Vorgehen, damit diese Fragen bald mit Ja beantwortet werden können.

#2: Automationen vereinfachen den Alltag

Um es vorweg zu nehmen: Automation passt unter Umständen nicht in jede Strategie. Deshalb ist #1 auch eine so wichtige Vorarbeit. Aber: Es gibt unzählige Wege und Tools, wie gewisse Prozesse automatisiert werden können. Das Internet ist ein Baukasten - nutzen Sie diesen. Marketing-Automation lässt sich beispielsweise wunderbar individualisieren und kann genauso persönlich sein wie ein Telefonanruf. Der entscheidende Vorteil an Automationen ist meiner Meinung nach die Effizienz: Ohne allzu grosse personelle Aufwände kann der Marketing-Output massiv gesteigert werden. Ein freundlicher Roboter erledigt quasi Arbeit für Sie. Nennen Sie ihn zum Beispiel Frank. Und kümmern Sie sich regelmässig um Frank, denn auch Frank braucht Pflege.

Mini-Checkliste #2

  • Arbeiten Sie mit einem digitalen Adressmanagement-System?
  • Haben Interessenten auf Ihrer Webseite die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben, auch ohne eine konkrete Kontaktanfrage? Beispielsweise Newsletter, Social Media Kanäle, Live-Chats etc.

Nochmals: Beantworten Sie die Fragen mit Nein? Sprechen Sie mit Ihrer Chefin oder Ihrem Kommunikationsverantwortlichen darüber. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen sind Entlastung und Kundenbindung.

#3: Testen, testen, testen

Irgendwo müssen Sie ja mal starten. Wenn Sie Ihre Vision verkörpern, einen strategischen Vorbau entworfen und ein Konzept Ihres Medienmixes vor sich haben, hält Sie nichts mehr von der Umsetzung ab. Zwei Dinge sind dabei zentral, erstens: Finden Sie eine gesunde Balance zwischen Konzeptarbeit und Umsetzung. Natürlich brauchen Sie schlüssige Konzepte für Ihre Massnahmen. Aber versuchen Sie, sich nicht darin zu verlieren. Was uns zu Zweitens führt: Testen Sie! Je nach Massnahme können Sie unmittelbar oder mit einer gewissen Vorlaufszeit beginnen, in kleinen Einheiten zu testen und Schlüsse daraus ziehen. Damit generieren Sie das Wissen, mit denen Sie Prozesse optimieren und so mehr aus Ihren Massnahmen herausholen können. Der entscheidende Vorteil von KMU: Meist haben kleine Unternehmen schlanke Strukturen und kurze, schnelle Entscheidungswege. Nutzen Sie diese Chance.

Mini-Checkliste #3

  • Können die Personen in Ihrem Unternehmen, die sich um die operative Umsetzung einzelner Massnahmen kümmern, frei entscheiden, wie sie ihre Ressourcen einsetzen?
  • Haben Sie ein Auge auf die Entwicklungen in der digitalen Welt?
  • Haben Sie bereits einmal etwas ausprobiert, ohne zuvor ein Konzept niederzuschreiben?

Auch hier gilt wieder: Beantworten Sie diese Fragen mit nein? Dann wird es höchste Zeit, mutiger zu werden. Setzen Sie sich mit Personen in Ihrem Unternehmen zusammen, die “an der Front” arbeiten und fragen Sie diese nach Ihren Erfahrungen und Ideen. Sie werden erstaunt sein, was da an Ideen schlummert.

Noch nicht genug?

Ich hoffe, dass Ihnen diese drei Ratschläge weiterhelfen um herauszufinden, womit Sie beginnen können. Wenn Sie daran interessiert sind, noch mehr über die Digitalisierung in KMU zu erfahren, empfehle ich Ihnen den Besuch des Digital Summit für KMU am 28./29. August in Zürich. Zahlreiche Referentinnen und Referenten erzählen aus der Praxis, warum und wie die Digitalisierung in KMU klappt. Natürlich würde ich mich besonders freuen, Sie an meiner Lernwerkstatt im Konferenzraum 2 begrüssen zu dürfen. Ich werde mich ganz auf die digitale Kommunikationsstrategie im KMU konzentrieren und freue mich auf Ihre Inputs und Fragen.

Jetzt vergünstigte Tickets sichern

Als Partnerin einer Lernwerkstatt haben wir ein Kontingent an vergünstigten Tickets für den Digital Summit für KMU. Interessiert? Melden Sie sich bei mir: cs@feinheit.ch

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