Aktenzeichen Offroader Ungelöst: Making Of

Vor kurzem haben wir unseren 3D Offroader Werbespot auf das Internet losgelassen. Nachfolgend wollen wir Euch einen Einblick in die Produktion des Clips geben.

Unser Ziel war es, in Anlehnung an die Sendung Aktenzeichen XY auf einen verbrecherischen Offroaderfahrer aufmerksam zu machen. Im Stile der Sendung sollte die Szene erst im Studio anmoderiert, und schliesslich in einem zweiten Teil nachgestellt werden. Danach geht die Show zurück ins Studio und der Täter wird zur Fahndung ausgeschrieben.

Der eigentliche Clou an der Sache ist, dass man als User selber bestimmen, wer Opfer und wer Täter sein soll und diese dann live in den Film gebeamt werden. Vrrrruuumm!

Für die Produktion haben wir mit Hilfe von Cinema 4d, Photoshop, After Effects, FInal Cut und einer Prise Maya hergestellt.

Aber bevor es an den Computer geht, wird die Unfall-Szene erstmal durchgeplant und grob visualisiert, damit klar ist was wann wo geschieht und wir später die Kameraeinstellungen richtig planen können. Und um ehrlich zu sein, ging es uns beim Projekt vor allem auch darum, wieder mal einen Grund zu haben, mit Spielzeugautos rumspielen zu dürfen.

Als erstes ging es darum, das Projekt zu visualisieren. Das Design hat mehreren Ansprüchen zu genügen:
in erster Linie sollte der Clip natürlich ansprechend wirken und gut aufs Auge passen. Andererseits muss man auch beachten, dass die 3d Geometrie nicht zu aufwändig wird, damit sich die Renderzeiten einigermassen im Rahmen halten. Wenn der Computer pro Bild eine Stunde Stunde rechnen müsste, hätte er für den gesamten Clip 4099 Stunden. Ein Rechner alleine wäre also gut und gerne während 170 Tagen 24/7 mit der Berechnung der Bilder beschäftigt.

Als nächstes geht es ans modellieren: Autos, Häuser, Strassenlampen und Strassen wollen erstmal gebaut werden.
Im ersten Bild sieht man die fertigen 3D Modelle. Aber da fehlt doch noch was?!
Beim zweiten Bild sind die Modelle dann texturiert. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass wir die Bilder und Fotos von Kartonoberflächen und -rändern auf die Models kleben um den gewünschten Look zu erzielen.
Im letzten Bild sieht man schliesslich das fertig gerenderte Produkt, mit Lichtern, Schattenwürfen, Spiegelungen und so weiter.

Alle Modelle im Clip sollten möglichst handgemacht aussehen. In diesem Zusammenhang war das Design des Characters eine spezielle Herausforderung und wie schon bei der Planung der Unfallszene kamen die ersten Arbeitschritte ohne Computer aus.
Hier ging es darum, ganz grob den Aufbau der Gelenke und Glieder auszutesten.

Sobald durch unseren Bastel-Prototypen die Marschrichtung vorgegeben war, ging die Entwicklung des eigentlichen 3D Models recht zügig voran. Unten das fertige Model.

Nachdem nun alle Designs festgelegt waren, alle Modelle gebaut und texturiert, ging es schliesslich darum, die ganze Geschichte animieren und Bewegung in die Objekte zu bringen. Kamerafahrten wurden animiert, Verkehrsaufkommen an der Kreuzung orchestriert, Characters in der Luft rumgeworfen und Autos demoliert.

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Die animierten Szenen wurden als nächstes in grober Auflösung gerendert und in Final Cut zu einer ersten Version des Films geschnitten. Aufgrund dieses Animatics konnten wir den Schnitt überprüfen und noch eingreifen, wo das Resultat noch nicht stimmig schien.

Nach einigen Korrektur- und Anpassungsdurchgängen waren wir dann soweit und konnten die Szenen definitiv rendern und in Final Cut einfügen.

Noch Sound und Stimmen dazumischen, et voilà, fertig ist das gute Stück

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Der Offroader Clip war ein sehr abwechslungsreiches Projekt mit vielen Herausforderungen, das von Spielzeugautos über Renderfarm-Managment, Filmschnitt, Produktionsdesign, Modelling, Animation und Soundproduktion alles beinhaltete.

Beste Grüsse aus dem Feinheit Office

Christoph