Ja-Kampagne «Kinder ohne Tabak»

Wir begleiteten die nationale Abstimmungskampagne für die Volksinitiative «Kinder ohne Tabak». Die Initiative wurde 56,6 % angenommen.

Abstimmungskampagne Ja zu «Kinder ohne Tabak»

Wir begleiteten die nationale Abstimmungskampagne für die Volksinitiative «Kinder ohne Tabak» der Gesundheitsorganisationen wie Krebsliga und Lungenliga, den Haus- und Kinderärzten sowie den Jugend- und Sportverbänden. Die Initiative wurde von einer deutlichen Mehrheit von 56,6 Prozent der Stimmbürger*innen und 15 Kantonen angenommen. Sie geht damit als die 25. angenommene Volksinitiative in die Geschichte der Schweiz ein.

Bild einer Person, die ein A4-Flyer von Kinder ohne Tabak hält.
Bild eines Computers mit der Website Kinder ohne Tabak

Rauchen ist schädlich und verursacht eine Vielzahl an Krankheiten. Eine Tatsache, die schon lange wissenschaftlich erwiesen ist. Alleine in der Schweiz sterben nach Angaben der Lungenliga jedes Jahr fast 10'000 Personen frühzeitig an den Folgen des Tabbakkonsums.

Die Mehrheit der Raucher*innen beginnt als Minderjährige mit dem Tabakkonsum. Zahlreiche Studien belegen, dass Tabakwerbung massiv zum Raucheinstieg von Kindern und Jugendlichen beiträgt. Deshalb lancierte eine breite Allianz bestehend aus der gesamten Ärzteschaft, grossen Gesundheitsorganisationen wie Krebsliga und Lungenliga, Sport- und Jugendverbänden sowie zahlreichen weiteren Organisationen die Initiative «Kinder ohne Tabak». Das Ziel: Tabakwerbung überall dort verbieten, wo sie die Kinder und Jugendliche erreicht.

Kampagnenflyer A6 von Kinder ohne Tabak

Bei der Konzeption der Kampagne zeigte sich rasch, dass die Initiative die besseren Argumente auf ihrer Seite hat. Wir standen darum vor der Herausforderung, diesen Argumenten gegen eine von der Tabaklobby mitfinanzierten Millionenkampagne genügend Sichtbarkeit zu verschaffen. So haben wir im Hauptvisual das emotionale Kernproblem in den Fokus gerückt: Zu viele Kinder und Jugendliche in der Schweiz rauchen zumindest gelegentlich – nämlich rund ein Viertel der 17-Jährigen und rund 15 Prozent der 15-Jährigen.

Zeitung mit Inserat der Kampagne Kinder ohne Tabak
Flyer und Taschentücher im Kampagnendesign

Die grosse Stärke der Ja-Kampagne war das Engagement der breiten und glaubwürdigen Trägerschaft und der zahlreichen Unterstützer*innen aus allen politischen Lagern, dem Gesundheitsbereich oder dem Sport. Wichtiges Ziel der Kampagne war es daher, dieses Engagement zu ermöglichen und sichtbar zu machen. Angeführt von einem breit aufgestellten nationalen Komitee mit Vertreter*innen aus Politik und Gesellschaft leisteten knapp 20 Kantonalkomitees viel Aufklärungsarbeit und verteilten hunderttausende von Flyern. Auf der Kampagnenwebsite wurden weit über 1000 individuelle Botschaften erstellt und persönlich wie über die Social-Media-Kanäle der Kampagne auf Twitter, Facebook & Instagram verbreitet. Zudem haben wir Tausende von Apotheken, Drogerien, Arztpraxen und Geschäftsstellen mit Kampagnenmaterial beliefert.

Ansteck-Button der Kampagne Kinder ohne Tabak
Carmen Schoder, Amina Ghoneim und Simon Hugi mit einem Stück Rüeblitorte im Restaurant Grosse Schanze am Abstimmungssonntag.

Uns war von Anfang an klar, dass die Initiative in den kritischen Bereich kommen könnte, wo sie trotz Volksmehr knapp am Ständemehr zu scheitern droht. Entsprechend haben wir von Beginn an einen Fokus auf die Hürde Ständemehr gelegt: Von der Analyse, über den Mitteleinsatz und die Mediaplanung bis zum Onlinemarketing. Heute wissen wir: Mit Erfolg! Damit kommt die Schweiz – im internationalen Vergleich ein Schlusslicht bezüglich der Regulierung von Tabakwerbung – endlich einen Schritt vorwärts. Das Verbot von Tabakwerbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, ist ein wichtiger gesundheitspolitischer Fortschritt.

Social Media Post auf französisch, auf dem steht "Merci mille fois !"